Warum die Hausbank selten der beste Kreditgeber ist

Dass die meisten Menschen, die einen Kredit brauchen, erst einmal bei ihrer Hausbank nachfragen, ist ganz normal. Dieses Vorgehen ist aber keineswegs immer die beste und schlauste Variante. Denn in vielen Fällen stellt sich bei einem unabhängigen Kreditvergleich heraus, dass die Zinsen bei der Hausbank relativ hoch sind und dass ein Kredit hier entsprechend teuer würde.

Um zu verstehen, warum die Hausbank sich oft keine besondere Mühe gibt, muss man wissen, dass die Vergabe von Krediten eine wichtige Einnahmequelle für jedes Geldhaus ist. Viele Institute setzen auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden. Sie bieten ihnen ein Darlehen an, das nicht übertrieben teuer ist, das aber bei kritischer Betrachtung auch nicht als besonders attraktiv bezeichnet werden kann. Der Berater lockt mit schneller Genehmigung und Auszahlung – und viele Kunden unterschreiben dann sehr schnell den Kreditvertrag. Sie freuen sich, dass ihr Antrag genehmigt wurde und wollen sich eine weitere Suche ersparen.

Durch dieses Verhalten verschenken die Deutschen jedes Jahr hohe Millionenbeträge – einfach, weil sie zu hohe Zinsen zahlen. Würde jeder Kreditinteressent zunächst einen Kreditvergleich im Internet machen und sich die Konditionen anderer Anbieter anschauen, würden die traditionellen Banken in Zugzwang geraten. Sie müssen sich dann wirklich anstrengen, um mit den Konditionen der Online-Kreditgeber mitzuhalten. Solange viele Verbraucher auf die Möglichkeit des kostenfreien Kreditvergleichs im Internet verzichten, wird sich jedoch wohl nur wenig ändern.