Kredit zu zweit beantragen und bares Geld sparen

Bei der Berechnung eines Kreditangebotes folgt die Bank einer simplen Logik: Je geringer das Risiko erscheint, desto niedriger sind die Zinsen. Zwischen der Bonität des Kreditnehmers und den Konditionen besteht also bei vielen Darlehen ein direkter Zusammenhang. Man spricht davon, dass die Konditionen „bonitätsabhängig“ bestimmt werden.

Was bedeutet das für Verbraucher, die sich Geld von der Bank leihen möchten? In erster Linie sollten sie versuchen, das Risiko für die Bank zu verringern. Das kann etwa durch die Stellung von Sicherheiten geschehen, zum Beispiel eine Lebensversicherung oder ein Guthaben in einem Bausparvertrag. Bei Kfz-Finanzierungen oder Immobilienkrediten sind auch so genannte dingliche Sicherheiten üblich – es wird also die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Kfz-Brief) bzw. die Immobilie als Sicherheit zur Verfügung gestellt.

Bei normalen Konsumkrediten funktioniert das in der Regel nicht. Wer beispielsweise eine neue Couch, eine Küche oder einen Familienurlaub über einen Ratenkredit finanziert, der kann keine entsprechende Sicherheit stellen. Eine gute Idee ist es in solchen Fällen deshalb, die Sicherheit für die Bank auf der persönlichen Ebene zu erhöhen. Konkret: Statt als alleiniger Antragsteller gegenüber dem Kreditgeber aufzutreten, sucht man sich einen zweiten Kreditnehmer. Aus Sicht des Geldhauses bedeutet das faktisch eine Verdoppelung der Sicherheit. Schließlich steht nun nicht mehr nur ein Verbraucher mit seinem Einkommen für die pünktliche Rückzahlung des Darlehens gerade, sondern gleich zwei Kreditnehmer.

Mit dem Risiko für die Bank sinken auch die Zinsen. Und das ist der Grund, warum zum Beispiel Paare für einen gemeinsam aufgenommenen Kredit oft deutlich bessere Konditionen erhalten als einzelne Kreditnehmer. Natürlich kommt als Mitantragsteller aber nicht nur der Lebens- oder Ehepartner in Frage, sondern der Kredit kann auch gemeinsam mit Verwandten oder engen Freunden beantragt werden.