Darlehen in der Probezeit: Das sagen die Banken

kredit-probezeitKann man einen Kredit aufnehmen, obwohl man noch in der Probezeit ist? In den meisten Fällen lautet die Antwort: Nein, das geht nicht. Es gibt jedoch einen Trick, mit dem der Finanzierungswunsch doch noch wahr werden kann.

Warum lehnen die Banken Kredite während der Probezeit ab?

Banken sind gesetzlich verpflichtet, eine gewissenhafte Kreditprüfung vorzunehmen, wenn jemand um ein Darlehen bittet. Die Geldhäuser sollen im Zuge der Prüfung sicherstellen, dass der Kunde grundsätzlich als Kreditnehmer geeignet ist und dass er sich die gewünschte Summe leisten kann.

Die Banken müssen eine Haushaltsrechnung einsehen und sich davon überzeugen, dass von den Einnahmen nach Abzug der regelmäßigen Ausgaben genug Geld übrig bleibt, um die möglichen Raten zu zahlen. Logischerweise wird diese Hürde umso einfacher genommen, je höher das Einkommen ist und je geringer die laufenden Kosten sind.

Das Arbeitseinkommen ist aus Sicht der Banken sozusagen die Garantie dafür, dass die Rückzahlung des Kredits ordnungsgemäß erfolgen wird. Würde der Kreditnehmer mit seinen Ratenzahlungen in Rückstand geraten, könnte die Bank einen Teil seines Gehalts pfänden. Das Einkommen ist somit die entscheidende Sicherheit für die Bank.

Wer noch in der Probezeit ist, bekommt zwar aktuell sein Gehalt – er kann es aber jederzeit „verlieren“, weil der Arbeitgeber das Beschäftigungsverhältnis ohne Angaben von Gründen sehr kurzfristig beenden kann. Kreditverträge hingegen werden mit Laufzeiten von 12, 24, 36 oder mehr Monaten geschlossen. Die Banken wollen deshalb langfristige Planungssicherheit – und die bietet ihnen nur eine unbefristete Beschäftigung.

Einziger Ausweg für alle, die noch in der Probezeit sind und aktuell dringend Geld brauchen: die Kreditaufnahme gemeinsam mit einem solventen Mitantragsteller, der über ein festes Einkommen verfügt. Dieses Einkommen wird dann zur „Ersatz-Sicherheit“ für die Bank, weshalb eine Kreditzusage möglich ist.